Chronik

des THW OV Heiligenhaus/Wülfrath

 

Gründung im März 1967

als Stützpunkt des THW und als Bergungsräumzug des damaligen Luftschutzzhilfsdienstes (Bezeichnung 43.LS-BRZ/RWL), Unterkunft war die ehemalige Firma Scheffler & Sturm. Die Ausrüstung bestand aus Leinen, Schaufeln, Hacken und der bekannten Schubkarre. Später bekamen wir leihweise für ein Jahr einen Hanomag MKW aus Grevenbroich. Als Garage diente für ihn eine alte Halle in Velbert auf dem Gelände des heutigen Fernmeldeturms.

September 1971

erfolgte die Ernennung zum Ortsverband. Mit großer Freude erhielten wir das erste eigene Fahrzeug, einen alten VW-Kombi mit Klapptüren. Da keine Garagen zur Verfügung standen, wurden die Fahrzeuge ( ein MKW kam noch dazu ) im Bundeswehrdepot Heiligenhaus untergestellt.

Ende 1979

wurde eine ehemalige Kfz-Werkstatt an der unteren Hauptstraße in Heiligenhaus bezogen. Die Räume waren zwar sehr eng und auch nicht sonderlich geeignet, aber jetzt konnten wenigstens die Fahrzeuge in der Unterkunft untergestellt werden. Gleichzeitig erhielt der OV Heiligenhaus einen gut erhaltenen MKW und einen neuen GKW (er bestand aus einem Bergungszug, dem 2.BZ/ME).

Im April 1984

wurde der Zug durch einen ebenfalls neuen MKW komplettiert. Nach Verkauf des Geländes, für den Bau eines Supermarktes, musste die Unterkunft im April 1985 wieder geräumt werden. Nun wurden für drei Jahre Kellerräume der ehemaligen Feuerwache Heiligenhaus hinter dem Rathaus bezogen. Eine vernünftige Ausbildung war nun, mangels Räumlichkeiten nicht mehr möglich. Die neuen Fahrzeuge standen wieder auf freiem Feld bei der Bundeswehr.

Ende 1987

war es wieder soweit. Ein neues Rathaus wurde gebaut und die Räume der Behelfsunterkunft wurden abgerissen. Neues Domizil wurde eine Altbauwohnung im 1. Stock eines zum Abbruch vorgesehenen Hauses in der Innenstadt von Heiligenhaus. Es war nun nicht mehr möglich vor dein Hause einen PKW, geschweige ein Einsatzfahrzeug zu parken.

Im März 1990

war endlich eine neue Unterkunft in Sicht. Durch eigene Kräfte wurden auf einem bundeseigenen Grundstück an der Unteren Industrie straße Bäume gefällt und das Gelände für den Baubeginn im Sommer vorbereitet. Nach gut einjähriger Bauzeit war die neue Unterkunft fertig, und wurde im September 1991 eingeweiht. Jetzt war wieder eine vernünftige Arbeit möglich. Im Zuge der Neugliederung wurde der Ortsverband Wülfrath geschlossen und im August 1994 trat der größte Teil der Helfer dem OV-Heiligenhaus bei. Dadurch wurde der Fahrzeug- und Gerätepark erheblich erweitert.

1995 erhielten wir im Austausch einen fast neuen Fiat Ducato als Kommandowagen und waren jetzt nach dem Neukonzept der erste Technische Zug OV-Heiligenhaus. Die Gesamtstärke beträgt einschließlich der 1993 gegründeten und durch die Wülfrather verstärkten Jugendgruppe und der Reservisten 102 Helferinnen und Helfer.

 

Heiligenhaus im Oktober 1996


 

In den 90iger Jahren

haben zahlreiche Helfer des OV bei Auslandeinsätzen vor allem in Osteuropa aber auch in Frankreich Hilfe geleistet. Im Laufe der Jahre 1999/2000 bekam der OV einen zweiachsigen Anhänger aus Bundeswehrbeständen. Aus Privatspenden erhielten wir einen Gabelstapler und ein 30 KVA Notstromaggregat. Außerdem einen großen Stahlcontainer und mehrere Werkzeuge und Geräte als Ergänzung der Stan Ausstattung. Der 1. Technische Zug wird seit Januar 2000 vom Zugführer Jörg Bodlin geführt. Die Gesamtstärke beträgt einschließlich der Reservisten und der Jugendgruppe 90 Personen.

Im April 2000

beteiligt sich der OV an der Großaktion Evakuierung des Wühlfrather Altenheims nach Wuppertal wegen Umbauarbeiten. Über die Aktion wurde ausführlich in allen Medien berichtet. Seit Juni 2002 ist Markus Großmann Zugführer des 1.Technischen Zuges.

Im August 2002

ist der Ortsverband mit über 20 Helferinnen und Helfern im Hochwassereinsatz an der Elbe. Mehrere davon arbeiten in der Vor- und Nacharbeitung in der Unterkunft.

Im April 2003

löst Wolfgang Menzel Klaus Lobe als OB ab, dessen Amt er während der Beurlaubung von Lobe als Stellvertreter ausgeübt hatte.

Im Herbst 2003

wurde das Fahrzeug der Jugendgruppe ein alter Mercedes I-Trupp Wagen wegen Verkehrsunsicherheit ausgemustert. Ersetzt wurde er durch einen gebrauchten Renault Bus.

Anfang Januar 2004

beteiligte sich die Jugendgruppe des OV an der bundesweiten THW Sammelaktion für warme Kinderkleidung. Sie war bestimmt für die Opfer der Erdbebenkathastrophe in der Provinz Bam im Iran. Zusätzlich waren mehrere erwachsene Helferinnen und Helfer im Logistikzentrum Heiligenhaus bei umfangreichen Sortierarbeiten eingesetzt. Im November des Jahres erhält die Beleuchungsgruppe einen Lichtmastanhänger „Lima“ mit 20 KVA Notstromaggregat. Außerdem bekommt die Jugendgruppe einen gebrauchten Mercedes Bus des ehemaligen BGS als MTW.

Im Januar 2005

unterstützt die Beleuchtungsgruppe die Feuerwehr Heiligenhaus bei einem Hausbrand in Isenbügel.

Im August 2005

sind mehrere Mitglieder der Beleuchtungsgruppe eine Woche beim Weltjugendtag in Köln mit dem Lichtmastanhänger im Einsatz. J.L. Casanova hat jetzt seit dem 1.3.2006 das Amt als Zugführer übernommen. Einen gesellschaftlichen Höhepunkt gibt es im August 2006 als der neue Präsident Albrecht Broemme den OV­Heiligenhaus/ Wühlfrath als einen der ersten OV in NRW besucht.

Im Januar 2007

sorgt „Kyrill“ der stärkste Sturm seit 20 Jahren für mehrere Tage Einsatz des OV, die an vielen Einsatzstellen im Stadtgebiet abgearbeitet wurden.

Im April 2007

richtet die Jugendgruppe den Bezirksjugendwettkampf aus der dieses Jahr unter regem Medienintresse in Heiligenhaus stattfindet.

Im Juni 2007

findet ein internationales Oldtimertreffen in Heiligenhaus statt, bei dem der OV an 4 Tagen umfangreiche Verkehrssicherheitsmaßnahmen durchführt. Die gleichen Verkehrseinsätze werden bei den jährlichen Stattfesten und den traditionellen St.-Martinszügen zur Unterstützung der Polizei durchgeführt.

 

Heiligenhaus im September 2007