Unwetterschäden und Gasexplosion – Gemeinsame Dreitagesübung in Wesel

Wesel, 17.06.2016 – 19.06.2016. Die diesjährige Dreitagesübung des THW Ortsverbandes Heiligenhaus/Wülfrath fand gemeinsam mit den Ortsvereinen Heiligenhaus und Neviges des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auf dem THW Übungsgelände in Wesel statt.

Zusammen machte man sich im geschlossen Verband mit rund 13 Fahrzeugen und zahlreichen Helfer/ -innen und Junghelfer/ -innen auf den Weg nach Wesel, um dort ein gemeinsames Übungswochenende zu verbringen.

Nach der Ankunft und einem kurzen Snack folgte direkt die erste Einsatzübung.

Vorab wurden die Junghelfer/ -innen der THW Jugend fachmännisch mit Wunden, heraustretenden Knochenteilen und viel Kunstblut unfallrealistisch durch das DRK hergerichtet.

Schon von weitem konnte man die Hilfe- und Schmerzensschreie vernehmen. Die Verletztendarsteller der THW Jugend gaben sich alle Mühe, das Einsatzszenario auf dem Übungsgelände möglichst realitätsnah zu vertonen. Die Kulisse mit zerstörten Häusern, Unfallfahrzeugen und Bussen rundeten das Ganze ab und ließen es optisch fast real erscheinen. Man hätte glauben können, es sei das realistische „Worst-case-szeanario“.

Schnell wurde der Abend zum Tag. Die Helfer/ -innen der Fachgruppe Beleuchtung des THW leuchteten die verschiedenen Einsatzabschnitte mit zahlreichen Scheinwerfern und dem Lichtmast aus. Die Bergungsgruppen machten sich auf die Suche nach den Verletzten und arbeiteten Hand in Hand mit dem DRK. Alle Personen konnten gefunden, gerettet und dem DRK zur weiteren medizinischen Veranlassung übergeben werden.

In den späten Abendstunden nahmen die Helfer/- innen den Rückbau des eingesetzten Materials vor und begaben sich zur verdienten Nachtruhe.

Am Morgen des 18.06.201, nach dem Frühstück begann der Tag mit der gemeinsamen Ausbildung. Hierzu wurden THW Helfer/ -innen und DRK Helfer/ -innen gemischt in Gruppen eingeteilt und lernten so die verschiedenen Tätigkeitsfelder der einzelnen Hilfsorganisationen kennen. Eingebunden wurden hier die bereits älteren Junghelfer/ -innen des THW.

Nach dem Mittagessen und einer kleinen Ruhepause begann die zweite große Übung. Bei diesem Einsatzszenario handelte sich um eine Gasexplosion, durch die mehrere Personen verletzt wurden. Die Verletzten mussten zunächst gefunden und aus Kellerräumen, die mit Wasser vollgelaufen waren, aus Höhen und aus verschlossenen Räumen gerettet werden. Mit großer Freude am Ganzen spielten die jüngeren Junghelfer/ -innen auch hier wieder realistisch die Verletzten. Die älteren Junghelfer/ -innen wurden mit in die Übung eingebunden. Eingeteilt wurden drei Einsatzabschnitte, die mühevoll abgearbeitet werden mussten.

Die Anstrengung dieser Übung war allen Helfer/ -innen anzumerken, nachdem sie die Übungseinsatzstelle abgearbeitet hatten. Spreizer, Kettensäge, Leitern, das Einsatzgerüstsystem (EGS) und Absturzsicherung waren nur ein Teil dessen, was die Helfer benötigt hatten, um die erfolgreiche Abarbeitung zu ermöglichen.

Am frühen Abend sollte auch die THW Jugend vorab unwissend mit einer Einsatzübung gefordert werden. Sie machten sich auf die Suche nach Verletzten, in zerstörten Häusern, Röhrensystemen und Kellern. Die gute Zusammenarbeit, die bereits in der THW Jugend herrscht, war mehr als lobenswert. Unterstützend stand das DRK auch mit zur Seite und gab ab und an Rat zur Ersten Hilfe und den Umgang mit Verletzten.

Nach der Anstrengung des ganzen Tages freuten sich alle auf das gemeinsame Grillen und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Am 19.06.2016 verlastete man die Materialien auf den Fahrzeugen und machte sich dann am Mittag gemeinsam im geschlossenen Verband auf den Weg nach Heiligenhaus und die Einsatzbereitschaft wurde wiederhergestellt.

Allen hat die Dreitagesübung viel abverlangt, man hat viel dazu gelernt, die Teamfähigkeit und Kameradschaft nicht nur in der eigenen Hilfsorganisation gestärkt und gemeinsam hatte man jede Menge Spaß.

Text: Michaela Donner

Bilder: Michaela Donner / Sebastian Schröder