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Ausbildung: Deichverteidigung

Aktuelles

Veröffentlicht von P.Ketelhut am 29.09.2011

Kategorie: News >> Aktuelles

Die größten Einsätze des THW waren Hochwassereinsätze. Egal wo das Hochwasser auftritt, werden schnell Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet benötigt. Aus diesem Grund stand im Rahmen der Ausbildung am 17. September 2011 im OV Heiligenhaus / Wülfrath ein Dienst zum Thema Hochwasserschutz und Deichverteidigung auf dem Programm.

Die Ausbildung gliederte sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Der theoretische Teil begann mit allgemeinen Grundlagen rund um die Themen Grundlagen zu Wasserbauwerken, der Entstehung von Hochwasser, dem Aufbau von Deichen, deren Funktionsweise, sowie möglichen Schadensszenarien und Versagensmechanismen.
Aufbauend auf diesen Grundlagen, wurden anschließend die Einsatzoptionen des THW im Hochwasserfall und die Möglichkeiten der Deichverteidigung sowie die erforderlichen Arbeitssicherheitsaspekte besprochen.



Der praktische Teil der Ausbildung begann mit dem Füllen von Sandsäcken. Diese sind für jede Deichverteidigung ein unverzichtbares Mittel. Hier wurde ohne spezielle technische Hilfsmittel, sondern nur mit den auf den GKW verlasteten Materialen das schnelle Füllen und Verladen von Sandsäcken auf Paletten geübt. Dabei wurde allen Helfern klar, welch harte Arbeit es ist im Einsatz über Stunden Sandsäcke zu füllen. Ein Einsatz wie das Elbehochwasser 2002 mit ca. 40 Millionen eingesetzten Sandsäcken fordert sehr hohe Personalkapazitäten.
Nach dem Füllen kam die Mittagspause allen gelegen.


Am Nachmittag folgte die praktische Anwendung der Deichverteidigung. Zur Umsetzung des Erlernten, wurde zur Roßdelle gefahren wo der Rinderbach durchs Tal fließt. Hier wurden die mit Sandsäcken befüllten Paletten abgeladen und mittels Menschenkette zum Übungsort transportiert. Geübt wurde der Bau einer Quellkade.
Diese wird im Einsatzfall errichtet, wenn punktuell Wasser aus einem Deich austritt und durch die Durchströmung der Deich fortschreitend geschädigt werden könnte. In diesem Fall wird landseitig ein „Becken“ aus Sandsäcken gebaut, um das Wasser aufzustauen und die Geschwindigkeit der Durchströmung zu reduzieren. Dieses Bauwerk wird Quellkade genannt und kommt im Hochwasserfall häufig zum Einsatz.

Text: Martin Röllecke
Bilder: Martin Röllecke / Andreas Breiden





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