Berichte und News
Ortsverbandsübergreifende Ausbildung |
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Veröffentlicht von P.Ketelhut am 05.11.2011 |
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| Kategorie: News >> Aktuelles |
Am 15.10.2011 traf sich die 2. Bergungsgruppe des Ortsverbandes Mülheim mit der 1. + 2.Bergungsgruppe aus dem OV Heiligenhaus/Wülfrath zur gemeinsamen Ausbildung. Der Grundstein dafür entstand schon beim Sommerfest in Mülheim vor 2 Jahren. Dort kamen die Gruppenführer der 2.Bergungsgruppen zusammen und beschlossen nach angeregten Gesprächen im kommenden Jahr gemeinsame Sache zu machen. Jedoch lies es die Zeit im Jahr 2010 nicht zu, so dass neben der gemeinsamen Wochenendübung im Juli endlich auch dieser Dienst in 2011 stattfinden konnte.
Um die Ausbildung möglichst interessant zu gestalten, wählte man das dem THW zur Verfügung gestellte Übungsgelände in Düsseldorf- eine alte Schlauch- und Asbestfabrik.
Auf dem Programm standen 3 Ausbildungsthemen:
1. Rettung einer Person mit Hängetrauma aus einem Fahrstuhlschacht
2. Suchen und retten einer verletzten Person mit Hilfe der „Schiefen Ebene“
3. Flächensuche im Kellerbereich mit Erkundung und Personenrettung
Nach dem man sich um 9 Uhr morgens auf dem Übungsgelände getroffen hatte, nahmen die Helfer noch ein kurzes Frühstück ein, während sich die Führungskräfte auf den Weg machten und den Truppführern ihre Aufgaben für diesen Tag erklärten.
Sinn und Zweck dabei war es, die Truppführer in ihrer Ausbildungskompetenz zu stärken vor allem im Hinblick darauf, dass sie dieses Mal nicht nur mit Helfern arbeiten können die sie kennen.
Nachdem die Truppführer eingewiesen waren, versammelte man die Helfer, wies auch diese kurz in den Tagesablauf ein und bildete dann 2 Gruppen Dabei wurde darauf geachtet, dass die Gruppen durcheinander gewürfelt wurden. Zum einen damit sich die Helfer untereinander besser kennenlernen und der bisher schon gute Kontakt zum anderen Ortsverband noch besser ausgebaut wird und zum anderen, die Helfer sehen, dass die Ausbildung in anderen Ortsverbänden identisch ist und man sich im Zweifelsfall auch auf unbekannte Helfer verlassen kann.
Nach Ende der Ansprache beschäftigte sich eine Gruppe entsprechend mit der Personenrettung aus dem Fahrstuhlschacht. Die Person, dargestellt durch einen 80kg schweren Dummy, hang an einem Seil kurz oberhalb des Fahrstuhls, welcher auf Erdgeschosshöhe stand. Der einzige Zugang zum Verletzten war über den Revisionsschacht im Maschinenraum im 4. Stockwerk möglich.
Da nun die Höhenrettungsausstattung von Nöten war, musste auch eine entsprechende Absturzsicherung hergestellt werden, um der Gefährdung der Helfer vorzubeugen. Diese Sicherung wurde aus einem Verschlag mittels EGS (Einsatzgerüstsystem) gebaut. Nach einer ausgiebigen Einführung und Wiederholung im Umgang mit dem Rollgliss durch den ausbildenden Truppführer konnte dann schließlich die Rettungsmaßnahme beginnen.


Während dessen war die zweite Gruppe damit beschäftigt, über einen selbst hergerichteten Einstieg (mehrere Steckleitern verbunden zu einer langen Leiter) eine verletzte Person zu finden und zu retten. Die verletzte Person machte schnell auf sich aufmerksam und sorgte dafür, dass sowohl die ausbildende Truppführerin als auch die Helfer gehörig ins schwitzen kamen. Nachdem man den Verletzten ein wenig beruhigen konnte, wurde dieser mittels eines Rettungs-/Bergungstuchs zunächst aus seiner unangenehmen Lage befreit und in einen anderen Raum transportiert, um dort dann wenig später zum Transport über die schiefe Ebene vorbereitet zu werden. Nachdem dies geschehen war, widmete man sich dem Bau der schiefen Ebene. Die Helfer machten sich die zuvor zum Einstieg benutzte Leiter zu nutze, bildeten mit ihr eine Schräge, unterbauten diese zur Sicherung mit einem Gerüst aus EGS, sicherten die Konstruktion gegen verrutschen und bereiteten den Schleifkorb vor. Nachdem auch dies geschehen war, lagerte man den Verletzten um und rettete ihn schließlich über die zuvor erbaute Konstruktion.
Passend zum Ende der beiden Ausbildungen wurde das Mittagessen serviert. Trotz der Kälte schien die Sonne, so dass man zum Jahresende noch einmal den Grill ausgepackt hat.
Und hier geschah was geschehen musste:
Es war für alles gesorgt; Getränke, Würstchen, Fleisch, Brötchen; doch von der Grillzange war keine Spur. Für viele Grillmeister das aus, doch nicht für die Improvisationsprofis vom THW. Mithilfe zweier Zangen von Multitools war schnell für Abhilfe gesorgt, so dass die Gruppenführer, welche das Grillen für ihre Mannschaft gerne übernommen haben, alle glücklich und zufrieden stellen konnten.


Nachdem das Mittagessen beendet war, tauschten die Gruppen die Stationen. Die eine Gruppe beschäftigte sich dann mit der Rettung der Person aus dem Fahrstuhlschacht und die andere bekam eine neue Aufgabe.
Diesmal galt es eine Flächensuche im Gebäude zu starten.
Nach Abschluss beider Ausbildungen wurden gemeinsam der Rückbau und die Verlastung des Materials vorgenommen. Nachdem auch dieses geschehen war, gab es eine kurze Abschlussbesprechung und man machte sich auf den Weg zurück in die Ortsverbände. Dort angekommen wurde das schmutzige Material noch gereinigt und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt, so dass der Dienst um 18 Uhr enden konnte.
Das Resümee des Tages war bei allen beteiligten durchweg positiv, mit der Bitte um Wiederholung im nächsten Jahr.
An dieser Stelle bedankt sich die 2.Bergungsgruppe auch noch mal beim OV Heiligenhaus/Wülfrath für die Einladung zu dieser Veranstaltung und den reibungslosen Ablauf und freut sich im nächsten Jahr der einladende Ortsverband zu sein.
Bericht: Ursprungstext von L. Tebbe (OV Mülheim) modifiziert durch den OV Heiligenhaus/Wülfrath
Bilder: A.Breiden/ L.Tebbe
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